Finale in Panama.

Erster Stopp im Land mit dem berühmten Kanal war das sehr schön gelegene Boquete. Das Städtchen an sich ist jedoch nichts Besonderes. Es regnet viel, aber umso grüner ist auch die hügelige Umgebung. Bekannt ist Boquete mitunter für den Kaffeeanbau. Uns kam das sehr recht, konnten wir doch seit langem wieder richtig guten Kaffee trinken. Neben Cafe Ruiz haben wir auch die Finca Lérida besucht und den teuersten Kaffee auf unserer Reise genossen – immerhin war es auch einer der besten.

Ein von Marion lang gehegter Wunsch ging in Erfüllung: wir gingen reiten. In einer hübschen Ranch ca. 30 Minuten von Boquete entfernt sattelten wir die zwei Pferde.

Beide Reitanfänger, vertrauten wir auf die gute Erziehung der Pferde und die Fähigkeiten von Jorge, unserem Guide. Es zeigte sich schnell, dass die Tiere genau wussten, wie es um unsere Erfahrung stand: unseren Anweisungen folgten sie nur, wenn es ihnen auch passte. Trotzdem war es rückblickend doch auch erstaunlich, dass wir den teils sehr steilen Ausritt so gut meistern konnten. Wir sind mehrmals gar richtig schnell gallopiert! Das Wetter spielte auch mit und trug zu diesem weiteren schönen Erlebnis bei.

Wendy und Texas Ranger auf ihren Gäulen.

Wendy und Texas Ranger auf ihren Gäulen.

Die Sonne war uns auch am nächsten Tag gewogen als wir unverhofft (erst am Abend vorher erhielten wir den Bescheid, dass es stattfindet) River Raften gingen. Von Beginn weg war Action angesagt: nach weniger als einer Minute waren drei von sechs Leuten bereits unfreiwillig im Wasser. Zahlreiche Stromschnellen sorgten immer wieder für Aufregung und Adrenalin. Erst nach der Mittagspause wurde es ruhiger, eigentlich fast zu lasch, wie wir am Ende feststellen mussten. :)

Gelohnt hat es sich allemal und wir sind froh, konnten wir das ausprobieren.

River Rafting auf dem Chiriquí Grande. 

River Rafting auf dem Chiriquí Grande. 

Weiter ging unsere Reise zur Inselgruppe Bocas del Toro. Nur wenige Meter von der Hauptinsel Colon entfernt, befindet sich die Insel Carenero, auf der wir die ersten zwei Nächte verbrachten. Es setzte grad grad Regen ein, als wir das «Party-Hostel» Aqua Lounge betraten. Warum nicht mal eine etwas weniger ruhige Unterkunft, so zur Abwechslung?, dachten wir. Nun hatten wir aber vergessen, dass wir an einem Sonntag ankommen (ein schöner Nebeneffekt beim Reisen: man vergisst öfter, welcher Wochentag ist) und so hingen die ganzen Jungs und Mädels nur müde rum, weil Samstag gross gefeiert wurde. Wir erfreuten uns derweil am Wasser-Trampolin und dem günstigen Bier. ;) Ach und zu regnen wollte es gar nicht mehr aufhören. Den kompletten Montag – wir wären gerne Surfen und Baden gegangen – hat es durchgeschifft. Tja, so sei halt die Rainy Season hier.

Unseren Optimismus haben wir zurecht nicht verloren, denn die kommenden Tage sahen ganz anders aus. Viel Sonne, etwas Bewölkung und kaum mehr Regen. So macht's Freude.

Am Dienstag wechselten wir die Unterkunft (nebst den ausbleibenden Parties war das Durchschnittsalter in der Aqua Lounge schon auch sehr tief): Es ging zu Tio Tom's auf die Insel Bastimentos. Chris, der deutsche Manager des schön-rustikalen Hostels, war sehr nett und hilfsbereit. Seine Köchin darüberhinaus ziemlich talentiert und so waren die «Family Dinners» jeweils richtig gut. Das Zimmer war übrigens, wie schon in der Aqua Lounge, direkt über dem Wasser: Nur die Holzlatten trennen einen vom karibischen Meer.

Apropos, sei es am Wizard Beach, welcher eine halbstündige Wanderung vom Tio Tom's entfernt lag, oder auf der Isla Zapatilla (ca. eine Stunde im Schnellboot), im Meer zu baden war einmal mehr super. Die Wasserfarbe im geschützten Gebiet um eben diese Isla Zapatilla war sogar noch beeindruckender als beim Wizard Beach.

Am letzten Tag machten wir uns auf zum Playa Estrella. Ein Strand, wo es unzählige Seesterne geben soll. Wir wurden gewarnt, dass sie im Moment eben nicht so zahlreich zu bestaunen seien. Und so war es dann auch. Ob dies mit den Touristen zu tun hat (die sie immer wieder mal gerne für ein Foto aus dem Wasser heben und damit leider umbringen) oder einfach saisonal bedingt ist, wissen wir nicht. Ein paar richtig grosse Exemplare konnten wir jedenfalls trotzdem bestaunen und fotografieren.

Die Aqua Lounge mit Wasser-Trampolin. 

Die Aqua Lounge mit Wasser-Trampolin. 

Das Tio Tom's auf Bastimentos. 

Das Tio Tom's auf Bastimentos. 

Aussicht vom Zimmer.

Aussicht vom Zimmer.

Selfie auf der Isla Zapatilla. 

Selfie auf der Isla Zapatilla. 

Zwischenstopp beim Cayo Coral. 

Zwischenstopp beim Cayo Coral. 

Am Playa Estrella. 

Am Playa Estrella. 

Einen langen Reisetag später – es gab Stimmen, dass man es in einem Tag gar nicht schaffen kann – kamen wir in Santa Catalina an. Ha! :) Das Surfer-Dörfchen bestand aus einigen Unterkünften, oft geschlossenen Restaurants, zwei kleinen Supermärkten und vielen Mangobäumen.

Wir buchten die Unterkunft via airbnb und waren gespannt, ob die Aussicht wirklich so toll wie beschrieben war. Als wir dann das Holzhaus «Rancho Cosa Mia» betraten, war trotz des einsetzenden Regens schnell klar: die Lage ist der Hammer!

Am rechten Ende des Playa Estero leicht erhöht gelegen, überblickt man die gesamte Bucht von der grossen Veranda. Ein Weg führt in wenigen Minuten zum Strand runter; das Surfbrett natürlich immer unter dem Arm. Im rustikalen Haus gab es eine Küche, sehr nette und extrem hilfsbereite Gastgeber und einen jungen Voluntär aus Österreich namens Franz-Josef, der u.a. selber Brot und Mangokonfitüre machte und mit dem wir surfen waren, kochten und Karten spielten. Dank ihm gabs einmal sogar Kaiserschmarrn als Abendessen. Schnell fühlten wir uns richtig wohl und konnten uns auf das Surfen konzentrieren. ;) Für uns war es schlicht das perfekte Gesamtpaket für eine Woche Surfen!

Die Rancho Cosa Mia.

Die Rancho Cosa Mia.

... und die Aussicht von der Veranda. 

... und die Aussicht von der Veranda. 

Surfen ist teils harte Arbeit, macht aber unglaublich viel Spass.

Surfen ist teils harte Arbeit, macht aber unglaublich viel Spass.

dito ;)

dito ;)

Am letzten Tag entschlossen wir uns nicht zuletzt wegen angesagten Riesenwellen für einen Schnorcheltrip zu der Insel Coiba. Schon auf der Hinfahrt spielte eine Gruppe von kleinen Delfinen mit und in der Bugwelle unseres Botes. Obwohl bei den insg. vier Schnorchelstopps im Anschluss nicht immer gute Sicht war und es teils auch eine stärkere Strömung gab, sahen wir Schildkröten, Haie und eine Vielzahl von bunten, kleinen und grossen Fischen. Zudem hatten wir (wieder Mal) grosses Glück mit dem Wetter und die traumhaften Inseln und Inselchen erstrahlten im schönsten Sonnenschein.

Die Isla Coiba. 

Die Isla Coiba. 

Marion schnorchelnd.

Marion schnorchelnd.

Viele bunte Fische.

Viele bunte Fische.

Am Freitag ging es dann weiter in die Hauptstadt. Wir entschieden uns, direkt in Casco Viejo, sozusagen der Altstadt, zu übernachten. Da gibt es keine Wolkenkratzer, nur alte oft renovierte bzw. restaurierte Bauten, die in ihrer ursprünglichen Form teils über 100 Jahre alt sind. Dementsprechend ist es ganz hübsch und malerisch da. :)

Der Stadtteil mit den Wolkenkratzern ist nicht unbedingt schön, war für uns allerdings auch eindrücklich, weil er so ganz anders als alle bisherigen Stationen war. Heimelig fühlte es sich dann in der grossen Mall an, die wir nach einem längeren Stadtrundgang besuchten.

Last but not least bestätigte sich leider grad auch in dieser Mall das Cliché der eher unfreundlichen Einheimischen. Generell gab es zum Glück immer wieder erfreuliche Ausnahmen, die dann wirklich richtig nett waren. Abgesehen davon suchte man in Restaurants, Läden oder auch Hotels vergeblich nach einem Lächeln.

Skyline von Panama City. 

Skyline von Panama City. 

Am Mercado de Mariscos: Ceviche, Patacones und ein Balboa. Mehr Panama geht fast nicht. 

Am Mercado de Mariscos: Ceviche, Patacones und ein Balboa. Mehr Panama geht fast nicht. 

Als Abschluss unseres wundervollen Trips gingen wir noch für zwei Nächte auf die San Blas Inseln. 365 Inseln, wovon weniger als 50 bewohnt sind, mit weissen Stränden und Palmen drauf, umgeben von türkisfarbenem karibischem Meer. Mit anderen Worten: Es sieht hier so aus wie auf den Fotos, die bei Google beim Suchbegriff «Trauminsel» erscheinen. Um es ein wenig abzukürzen (Details können gern mündlich angefragt werden): Wir wussten bereits von anderen Reisenden und dem Internet, dass das Essen meist knapp durchschnittlich und das Preis-/Leistungsverhältnis bei den Unterkünften schlecht ist. Doch allen Widrigkeiten zum Trotz: San Blas ist traumhaft. Man erkennt es ja ziemlich schnell auf den Fotos. Unsere Insel zählte längst nicht zu den kleinsten und war vielleicht gerade mal 120 Meter lang. Das Wasser ist so klar wie in Caye Caulker und es liegt überall weisser Sand (auch in der Cabaña ;). Ein gebührendes Ende für unsere einmalige Reise.

Unsere Insel: Asseryaladup. 

Unsere Insel: Asseryaladup. 

Unsere Cabaña. 

Unsere Cabaña. 

No comment. 

No comment. 

Nochmal no comment. 

Nochmal no comment. 

Ein etwas anderer Selfie. 

Ein etwas anderer Selfie. 

So, jetzt geht's noch zum Panama Kanal und heute Abend geht unser Flug zurück. Bevor wir jetzt aber melancholisch werden noch ein letztes hasta muy pronto!